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News-Artikel

Perspektive Europa: Miteinander voneinander lernen - kostenfreie Onlineveranstaltung


Mit dem Jahresmotto des Deutschen-Volkshochschulverband "Perspektive Europa: Miteinander voneinander lernen" werden wir in dieser fünfteiligen Reihe verschiedene Sichtweisen auf Europa und das Miteinander in Europa werfen.  Beteiligungsprozesse, Verbraucherschutz, Minderheitensprachen, Flucht und die europäische Identität sollen in den Blick genommen werden. Machen Sie mit, diskutieren Sie gemeinsam mit EU-Abgeordneten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Verbraucherschützerinnen und -schützern über das Miteinander in Europa. Die ersten beiden Termine stehen schon fest, weitere folgen im Herbst 2024.

Diese Reihe wird vom Bundesarbeitskreis Politik-Gesellschaft-Umwelt initiiert. Die Teilnahme ist über die jeweilige Verlinkung direkt möglich. Eine Anmeldung in der Geraer Volkshochschule ist nicht nötig. 

 

Kulturelle Aneignung – Alles nur geklaut?

Termin: Mittwoch, 05. November 2024, 19 bis 20:30 Uhr

Referent: Tahir Della

Ort: Online

Teilnahmelink: https://app.sli.do/event/x483oG1kPF5ewvevgfM8bJ

 

Europa gilt in der westlichen Welt als Wiege der Hochkultur. Ob bildende Kunst, Lyrik, Prosa, Theater und Musik – jedes Land hat seine Lichtgestalten, deren Werke als nationale Errungenschaften gepflegt und gehütet werden. Alle inspirierten sich selbstverständlich gegenseitig, eigneten sich die Errungenschaften der anderen an und spannen sie weiter. Und die Entwicklung geht noch immer weiter.

Aber wie steht es mit den kulturellen Leistungen von Völkern aus, in deren Vergangenheit europäische Nationen ausbeuterisch und unterdrückerisch aufgetreten sind? Yoga z. B. war in Britisch-Indien verboten, um die indische Identität zu schwächen und die britische Herrschaft zu stärken. Heute ist es ein Milliardengeschäft für die westliche Welt. Und wie ist die Musikindustrie z. B. mit der Musik schwarzer Menschen in den USA umgegangen, die ursprünglich als Sklaven aus ihrer Heimat verschleppt wurden? Im Hiphop setzt sich inzwischen die Geschichte der Aneignung von Schwarzer Musik durch Weiße fort.

Wo also ist der Unterschied zwischen gegenseitiger Inspiration und Kulturdiebstahl? Und welche Wege gibt es heute, fair damit umzugehen?

Tahir Della ist Referent für Anti-Rassismus und Dekolonisierung bei der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland. Außerdem ist er bei Glokal aktiv, einem Berliner Verein für machtkritische Bildungsarbeit. Und er arbeitet im Netzwerk der Eine-Welt-Promotoren mit dem Schwerpunkt Dekolonisierung. Er wird eine Schwarze Perspektive auf das Thema darlegen und Wege vorschlagen, mit dem Dilemma umzugehen. Sein Standpunkt: Kultureller Austausch soll nicht unterbunden, sondern Dominanz gebrochen werden.

 

Eine Online-Reihe des Bundesarbeitskreises Politik – Gesellschaft – Umwelt im DVV.

 

Foto: pexels.com

 

 


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