211-1-0103 Frauen zwischen Politik, Bildung und Arbeitskampf: Parlamentarierinnen in Gera 1918 bis 1933, Erster Kongress der Textilarbeiterinnen 11. - 12.10.1926 in Gera

Beginn Mi., 16.06.2021, 17:00 - 18:30 Uhr
Kursgebühr 0,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Lilia Uslowa
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Vor dem Hintergrund der stark entwickelten Industrie in Gera wurde die ostthüringi-sche Metropole in hohem Maße geschichtlicher Boden für die gesamte deutsche Arbeiterbewegung. Im Herbst 1867 fand in Gera der Verbandstag der deutschen Arbeitervereine statt. Die Erfolge der Arbeiterparteien bei allen Wahlen und im gan-zen Land waren ausschlaggebend für die Kommunal- bzw. Gemeindepolitik. Die sozialen und bildungspolitischen Maßnahmen, die sich teilweise erst nach dem Krieg auswirken konnten, führten zur Weiterentwicklung der Stadt. Unter diesen sind z. B. die Errichtung eines neuen Krankenhauses im Stadtwald, 1925 der An-kauf von 42,7 ha Land für den Wohnungsbau, die Errichtung öffentlicher Gebäude, die unter anderem für Sportzwecke geeignet waren, zu nennen.
Außer den Volks- und Mittelschulen wurde die Volkshochschule Tinz als Internat eingerichtet. Am 20.10.1920 wurde die Freie öffentliche Landesbücherei für die Bevölkerung der Stadt eröffnet. Ihre Entstehung verdankt die Bücherei der Initiative der Geraer Arbeiterschaft, die selbst ihre eigenen Bibliotheken abgegeben hatte. Eine Folge der rasanten Entwicklung der Textilindustrie in Gera in den 20er Jahren war der Erste deutsche Textilarbeiterinnen-Kongresses in Gera, der der Gründung der deutschen Arbeitervereine vorausging. Dieser fand vom 11.10 bis 12.10.1926 im Etablissement Wintergarten statt. Er und das Engagement der Stadträtinnen sind die Schwerpunkte des Vortrages.
Höchstteilnehmerzahl: 10




Kursort

Talstr. 3
07545 Gera

Termine

Datum
16.06.2021
Uhrzeit
17:00 - 18:30 Uhr
Ort
Talstr. 3, GVHS